Coaching

Kinderwunsch und die Menschen rundherum…

Unerfüllter Kinderwunsch betrifft zunehmend mehr Paare.

Allerdings ist das nicht unbedingt ein Thema, über das sehr offen gesprochen wird, so dass das jeweilige Paar sich in der Situation mitunter sehr alleine erlebt. Wenn die Mitmenschen davon wissen, dass man gerne Kinder hätte, kommt es häufig vor, dass diese helfen möchten, aber nicht können und sich ebenfalls als sehr hilflos erleben.

Oder aber man bekommt gute Tipps und Ratschläge („Fahrt auf Urlaub! Entspannt euch! Denkt einfach nicht daran, dann wird es sicher klappen!“…), die man bald nicht mehr hören kann. Ebenso wie die aufbauenden Geschichten („Bei Sabine und Peter hat es auch drei Jahre gedauert, aber wie sie dann dies und das getan haben, hat es geklappt“), die als nicht sehr hilfreich erlebt werden.

Wenn die Mitmenschen nicht eingeweiht sind, kann es vorkommen, dass man mit Aussagen konfrontiert wird, die man als verletzend erlebt, auch wenn sie nicht so gemeint sind. In jedem Fall ist es ein schwieriges Thema, das auch die Partnerschaft belastet. Daher kann die Begleitung durch einen Coach hilfreich und entlastend sein, sowohl für den Einzelnen als auch für das Paar.

Begleitung in der Kinderwunsch-Zeit

Welche Funktion kann KinderWunschCoaching haben? Einerseits ist es eine große Entlastung für das Paar, mit jemandem reden zu können, der nicht Teil des sozialen Umfelds (Familie, Freunde, KollegInnen) ist. Das ist deshalb wichtig, weil sich die Beziehungen verändern, wenn das Thema Kinderwunsch präsent ist. Es ist häufig so, dass alle Lebensbereiche von diesem Wunsch überschattet sind und es nur mehr dieses eine Thema gibt.

Es kann Frustration und Neid auslösen, wenn man den Eindruck hat, rundherum werden alle schwanger und nur einem selbst ist es nicht vergönnt. Andererseits steht man auch unter einem enormen Leistungsdruck, weil man das Gefühl hat, zu „versagen“. Diese Gefühle sind völlig normal und es tut einfach gut, sich all das von der Seele reden zu können, ohne für diese Gedanken und Gefühle be- und verurteilt zu werden. Sowohl die Frauen als auch die Männer geraten in dieser Situation häufig sehr unter Druck, insbesondere auch im Bereich der Sexualität, wo es immer schwieriger wird, spontan zu sein und Intimität als lustvoll zu erleben.

Für die Frau

Auch wenn man als Frau davon ausgeht, zu wissen, wie es dem Partner geht, kann es sehr interessant sein, zu hören, wie er seine Gedanken und Gefühle schildert. Da gibt es manchmal überraschende Momente.

Ich als Frau fühle mich manchmal allein gelassen und habe den Eindruck, für alles zuständig zu sein: von der Terminkoordination mit ÄrztInnen über die Einnahme von Medikamenten bis hin zum besten Zeitpunkt.

Wichtig ist, wieder erkennen zu können, dass der Partner es gut meint und es seiner eigenen Hilflosigkeit geschuldet ist, wenn manchmal verletzende Sätze fallen.

Für den Mann

Ich als Mann stehe unter Druck, will das Problem lösen, meine Lösungsansätze kommen aber bei der Partnerin nicht immer gut an. Es entsteht ein Gefühl von Hilflosigkeit. Gut gemeinte Sätze lösen oft nicht Erleichterung, sondern Wut und Frustration aus.

Wichtig ist es für den Mann, in einer geschützten Atmosphäre mit der Partnerin besprechen zu können, was ihr in dieser Situation tatsächlich helfen würde und was der Mann konkret tun kann.